Es ist immer wieder auffallend, wie schnell sich die politisch verordneten Corona-Wahrheiten innerhalb kurzer Zeit ins Gegenteil verkehren können: Zuerst galt es als „Verschwörungstheorie“, dass Corona gefährlicher ist als angenommen. Jetzt ist es eine „Verschwörungstheorie“, wenn man das Gegenteil behauptet. Erst galten Maskenträger als paranoid, jetzt werden Maskenverweigerer als asozial beschimpft. Ein neues Beispiel für diese Corona-Schizophrenie sind die Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), der den Einkaufsbummel noch im November als „patriotische Pflicht“ bezeichnete. „Altmaier fordert Verzicht auf Weihnachtsshopping“, vermelden die Medien nun plötzlich. Man solle wegen der Infektionsrisiken „nur das Allernötigste“ einkaufen, lautet Altmaiers asketische Empfehlung zu Entbehrungen.

Mit einem ähnlichen Zick-Zack-Kurs in der Corona-Politik macht aktuell auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (ebenfalls CDU) von sich reden. Noch im September versicherte Spahn auf einer Bühne in Bottrop: „Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren.“ Nun sind aber genau diese Schließungen noch ein zweites Mal geschehen. Bei einer Katze gilt es als normales Verhalten, wenn das Tier an einer Türschwelle nicht weiß, ob es heraus oder herein will. Wenn aber derartiges Verhalten bei Bundesministern zum Alltag gehört, dann ist das ein schweres Indiz dafür, dass diese Bundesregierung konzeptlos durch die Krise irrt – und dass sie nicht von Überzeugungen, sondern nur von Stimmungen und parteipolitischen Windstößen getrieben wird.

Quellen:

Bild.de: „Einkaufen ist eine patriotische Aufgabe“.

Focus.de: „Altmaier fordert Verzicht auf Weihnachtsshopping“.