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AWeidel18.05.17 - AfD Spitzenkandidatin Dr. Alice Weidel darf "Nazi-Schlampe" genannt werden

Ein Kommentar unseres Spitzenkandidaten Thomas Seitz:

"Ein falsches Urteil, das im Rechtszug hoffentlich noch korrigiert wird. Zugleich ein Beispiel für die zunehmend um sich greifende und dem Zeitgeist huldigende Gesinnungsjustiz. Auf der Strecke bleiben eben die Rechte derjenigen, deren Parteibuch die falsche Farbe hat - vorliegend das Persönlichkeitsrecht unserer Spitzenkandidatin Alice Weidel.

"Political correctness" ist eine subtile Methode, um Begriffe mit neutraler Bedeutung aus ideologischen Gründen zu brandmarken und durch Euphemismen oder unscharfe Bezeichnungen zu ersetze. Das Ziel ist, diese Begriffe zu verdrängen und das politische und gesellschaftliche Denken manipulativ zu verändern. Ein Beispiel ist der Begriff "Neger", der völlig wertneutral einen Menschen schwarzer Hautfarbe beschreibt, eben einen "homo niger". Jedenfalls bis die PC begann, diesen Begriff zu stigmatisieren.

Die PC zu ignorieren, bedeutet deshalb, einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe auch weiterhin Neger zu nennen. Dies beinhaltet dagegen nicht das Recht, einen Menschen mit schwarzer Hautfarbe herabzuwürdigen.

Unserem Parteifreund Dubravko Mandic verdanken wir den politisch unkorrekten Begriff des "Quotennegers" für den früheren Präsidenten der USA Barack Obama, der sich als aufstrebender Nachwuchspolitiker überraschend gegen die Kandidatin des Establishments Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidat durchsetzte. Der Begriff bringt treffend die Aufassung zum Ausdruck, dass allein die Hautfarbe Obamas das entscheidende Kriterium für seinen Erfolg war. Keinem WASP* mit noch mehr persönlichem Charisma und noch größeren rhetorischen Fertigkeiten hätte dies bei ansonsten gleicher Ausgangslage gelingen können.

Die falsche Logik des Urteils konsequent zu Ende gedacht hätte zur Folge, dass es auch keinen Unterschied gemacht hätte, wenn statt des Begriffs "Quotenneger" der Begriff "Quotennigger" verwendet worden wäre, was offensichtlich nicht richtig sein kann.

Die Ablehnung der "political correctness" ist eben ein Bekenntnis zur Meinungsfreiheit und kein Freibrief für üble Beleidigungen."
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* WASP = Abkürzung für "White Anglo-Saxon Protestant" („weißer angelsächsischer Protestant“)

Thomas Seitz
AfD Spitzenkandidat im Wahlkreis 283 zur Bundestagswahl 2017

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